Genderleicht & Bildermächtig
Sie arbeiten im Journalismus und wollen diskriminierungsfrei in Wort und Bild berichten? Wir sind ein Projekt des Journalistinnenbund e.V. und zeigen, wie faire Medienarbeit einfach und immer funktionieren kann.
Darum geht’s: faire Medienarbeit
Schreiben
Sprechen
Achten Sie auf Ihre Wortwahl, dann gelingt Gendern auch spontan.
Fotografieren
Frauen auf Augenhöhe und Vielfalt im Blick. Besser geht immer.
Fotos bearbeiten
Von Bildauswahl über Zuschnitt bis Kontext: Sexismus vermeiden.
Welches Frauenbild zeigen die Medien?
Drei Minuten zum Kennenlernen von Bildermächtig: Warum der Journalistinnenbund den Medien Impulse für eine zeitgemäße Bildsprache gibt. Wer das Projekt unterstützt, und warum es wichtig ist, Frauen facettenreich und auf Augenhöhe abzubilden, frei von Klischees und Sexismus. Schauen Sie doch mal rein.
Tipp: Schalten Sie die Untertitel an, falls Sie mitlesen möchten. Sobald das Video läuft, klicken Sie dazu bei YouTube auf das Rädchen rechts unten.
Aktuelles
Bilderkritik
Stereotype und Klischees bestimmen oft die Bebilderung journalistischer Themen. Gehen Sie mit uns auf Entdeckungsreise in den Medien. Wir sammeln Screenshots von Artikeln mit Bildern, die wir kritisieren. Auf der Seite Bilderkritik finden Sie jedoch auch gelungene Beispiele, wie Bebilderung ohne Sexismus geht.

Frauen im Beruf

Gewalt gegen Frauen

Migration und Vielfalt
Hedwig-Lab
Vorträge und Schulungen
Was schärft den Blick für Stereotype und Klischees? Wie kann im Redaktionsalltag die Bildauswahl besser werden? Das Angebot des Hedwig-Labs: Geschulte Expertinnen aus dem Umkreis des Journalistinnenbundes präsentieren im Impulsvortrag Bildbeispiele aus der Sammlung Bilderkritik. Bei Inhouse-Seminaren bieten wir Blattkritik mit Anregungen für eine klischeefreie Bildgestaltung. In Workshops diskutieren wir mit den Teilnehmenden Möglichkeiten kreativer Bildrecherche.
Hedwig Dohm, Publizistin 1831–1919
Schirmfrau des Journalistinnenbundes
©BPK-Fotoarchiv
Neues zu Bildermächtig
Wie lassen sich Stereotype und Klischees vermeiden? Schritt 1: Schärfen Sie Ihren Blick. Im Blog diskutieren unsere Autorinnen Sexismus in der Bildgestaltung – und wie es besser geht. Schritt 2: Beachten Sie die praktischen Tipps unter vielen Blogposts.
Nur Kopftuch und Gebete? Wie Medien Glauben ins Bild setzen
Zu stereotyp, zu viele Klischees, es geht auch anders: Das Fotoprojekt „Beyond the Frame“ der Neuen Deutschen Medienmacher*innen.
Gewalt gegen Frauen: Leitfaden für bessere Bilder
Im November greifen viele Medien das Thema der häuslichen Gewalt auf. Unser Tipp: Nehmen Sie Bilder, die Betroffene empowern!
Kreative Bildersuche, so geht’s
Dem Geheimnis origineller Bildauswahl auf der Spur. Profitipps einer Bildredakteurin für das phantasievolle Suchen und Finden von Symbolbildern mit Wow-Effekt.
Neues zu Genderleicht
Sie wollen endlich geschlechtergerecht schreiben? Im Blog finden Sie viele praktische Anregungen für gendersensiblen Sprachgebrauch. Oder Sie machen sich schlau, warum Gendern soviel Streit auslöst, gerade dann, wenn es um Medien geht.
Sprachverbote und Sprachpolizei: Was wirklich dahinter steckt
Immer Zank ums Sternchen: Über den Brückenschlag für eine rückwärtsgewandte Werteordnung. Eine Analyse
Barrierefrei gendern: Was soll ich beachten?
Gendersensibel so schreiben, dass alle teilhaben und Texte gut verstehen: Genderberaterin Sigi Lieb hat einen Leitfaden für Sie zusammengestellt.
11 praktische Tipps für gendersensiblen Journalismus
Ideen für elegantes Schreiben: Wie Sie Texten den männlichen Anschein nehmen und Sternchen setzen, wenn es darauf ankommt.
Bildermächtig und Journalistinnenbund
„Bildschön, aber richtig!“ Die Darstellung von Frauen in den Medien
„Stereotype schreiben Menschen vor, wie sie zu sein haben. Sie nehmen ihnen Möglichkeiten des Seins und des Handelns. Das Individuum kommt unter die Räder.“ So beschrieb Prof. Dr. Claudia Paganini, Medienethikerin an der Hochschule für Philosophie in München, die Macht der Bilder. Der Journalistinnenbund hatte am 20. und 21.9.2024 zur Fachtagung mit prominenten Frauen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Medien nach Berlin eingeladen.
→ Erkenntnisse aus der Fachtagung 2024
→ Aufzeichnung auf YouTube
„Mächtig daneben? Oder Bildermächtig?“
„Ziel journalistischer Berichterstattung muss sein, die Gesellschaft zu beobachten und in ihrer Vielfalt darzustellen“, appellierte Prof. Dr. Elke Grittmann, Leiterin des Instituts für Journalismus an der Hochschule Magdeburg-Stendal, bei der ersten Fachtagung des Journalistinnenbundes zum Projekt Bildermächtig. Am 30.11.2023 waren in Frankfurt am Main Journalist*innen, Fotograf*innen und Wissenschaftler*innen zusammengekommen, um über eine zeitgemäße Bildsprache zu diskutieren.
→ Erkenntnisse aus der Fachtagung 2023
→ Aufzeichnung auf YouTube
Instagram: @bildermaechtig.de
Augen auf bei der Bildauswahl! In unserem Instagram-Kanal @bildermaechtig.de geben wir konstruktive, visuelle Impulse und hilfreiche Tipps. Das echte Leben ist oft vielfältiger als es die Medien abbilden.
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Wir wenden uns gegen Sexismus
Die Bewertung, Benachteiligung oder auch Bevorzugung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts ist Sexismus. In einer männlich dominierten Gesellschaft zeigt sich Sexismus vor allem in der Abwertung und Marginalisierung von Mädchen und Frauen sowie Personen, die sich nicht der zweigeschlechtlichen Vorstellung von Geschlecht zuordnen lassen, mithin von Weiblichkeit im Allgemeinen. Einengende Rollenvorstellungen schaden auch Männern.
Der Journalistinnenbund e. V. gehört zum Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“.
Genderleicht
Deutsch ist eine wunderbare Sprache. Blitzschnell zaubert sie beim Sprechen und Zuhören Bilder in unsere Köpfe. Probieren Sie es aus: Erzieher – denken Sie an eine Frau, umringt von einer Schar Kinder? Politiker – taucht da Annalena Baerbock vor Ihrem geistigen Auge auf? Vermutlich nicht. Studien haben ergeben: wer eine männliche Berufsbezeichnung liest oder hört, denkt unweigerlich an einen Mann.
Gendern ist präzise
Das Problem mit dem generischen Maskulinum: Es liefert falsche Informationen: Eine Kita, in der sich ausschließlich Erzieher um Kinder kümmern, gibt es wohl kaum. Sprechen wir dagegen von Erziehern und Erzieherinnen haben wir das richtige Bild im Kopf. Nutzen wir den Genderstern wie in Erzieher*innen, sprechen wir über Menschen mit allen Geschlechtsidentitäten.
Mehr Hinweise, wie Sie besser präzise gendern, lesen Sie bei Genderleicht.
Bildermächtig
Medien spiegeln die Gesellschaft wieder. Sie beeinflussen aber auch, wie wir auf Frauen schauen.
Die tägliche Bilderflut transportiert Klischees und Geschlechterstereotypen, die überflüssig bis ärgerlich sind. Es fehlt an Diversität und der alltägliche Sexismus wird betont, bestärkt und fortgesetzt.
Besser geht immer
Beim Fotografieren und Filmen, wie auch bei der Bebilderung ist der Bildercheck wichtig:
- Ist das Bild frei von Stereotypen oder bestärkt es sie?
- Sind Frauen und Männer gleichwertig dargestellt?
- Entspricht die Abbildung der gesellschaftlichen Vielfalt?
Bildermächtig gibt Ihnen viele neue Ideen für geschlechtersensible Arbeit mit Bildern.
Das Ding mit dem Gendern
Gendern ist all zu oft ein Kampfbegriff. Als so genannter Genderwahn, Genderunfug oder Genderismus wird eine an sich gute Sache verunglimpft. Erfundene Wortungetüme dienen als Beleg für Sprachverhunzung. Gendern hat jedoch nichts mit Sprachpolizei zu tun. Gendern meint nur dies: sich geschlechtergerecht und sensibel für alle Geschlechtsidentitäten in Wort und Bild auszudrücken. Ziemlich langer Satz. Was er bedeutet? Alle sind gleich wichtig. Alle sind gleich viel wert.
Das Wort Gendern bringt das auf den Punkt. Deshalb benutzen wir gern den Ausdruck Gendern. Er steht im Duden und ist ein hilfreiches Werkzeug.
Gleichberechtigung und Freiheit von Diskriminierung stehen als fundamentale Prinzipien im Grundgesetz.






